Grosselfinger Hainburgschule verabschiedet mit Gerhard Frommer ihren „Letzten Mann“

Nahezu 40 Jahre unterrichtete Gerhard Frommer an der Hainburgschule in Grosselfingen. Jetzt wurde er von den Kindern und Kolleginnen und ehemaligen Wegbegleiterinnen und-begleitern im Rahmen einer Feier in den wohl verdienten Ruhestand verabschiedet.„Ich weiß du wolltest am liebsten keine Verabschiedung, weil du dich nicht so wichtig nimmst. Aber, lieber Gerhard, du bist uns wichtig“, meinte Sabine Reiber, Stellvertreterin von Schulleiterin Kristina Staiger, in ihrer Begrüßung. „Wir werden dich mit deinem Witz und deinem Humor ebenso vermissen, wie mit deiner beständigen Art, deinen klaren Ansagen, deiner anpackenden Art, deiner Verlässlichkeit.“

„Ich habe dich als Kollegen überaus geschätzt,“ erklärte die ehemalige Schulleiterin Gabriele Klein an Gerhard Frommer gewandt. Es sei Mitbegründer des Schulschiffes Hainburgschule gewesen und habe mitverantwortlich dafür gesorgt, dass man mit vollen Segeln durch das Meer der Pädagogik gleiten konnte. Durch den Eingriff der Schulpolitik sei das Wasser unter dem Kiele immer weniger geworden und ein Schlingern des Schiffes unvermeidbar. Letztendlich musste man Klassen nach Bisingen abgeben und auch Gerhard Frommer wurde mit einem Großteil seines Deputates in die Nachbargemeinde versetzt. Die Aufzählung dessen, was der Scheidende alles geleistet, geleitet, organisiert und durchgeführt hat, würde für mehrere Personen reichen. Dabei habe er immer ein offenes Ohr für die Kinder gehabt, viel Verständnis für sie aufgebracht. Dafür schenkten sie ihm ihr Vertrauen und es gelang Gerhard Frommer sie für eine Mitarbeit und Mitverantwortung zu motivieren. Gabriele Klein bedankte sich für die Zusammenarbeit mit ihrem Kollegen und ehemaligen Stellvertreter über lange Jahre und wünschte ihm und seiner Familie alles Gute. Die Klasse vier hatte einige Erinnerungen aus Klasse drei und vier zusammengetragen und überraschte damit den künftigen Pensionär. Zu den Abschiedsgeschenken, sowohl denen des Gesamtkollegiums als auch aus dem persönlichen Bereich, erhielt Frommer jenes Utensil, dass er sonst jedes Jahr an die schulbesten Sportler überreicht hatte, einen goldenen Turnschuh. Musikalisch gestaltet wurde die Feier durch Lieder, die auf Gerhard Frommer gemünzt waren, wie etwa „Hut ab“ oder ein umgetextetes „Atemlos“. Karl-Heinz Merz, ebenfalls ein ehemaliger Kollege, begleitete auf der Gitarre.Gerhard Frommer bedankte sich sehr herzlich bei kleinen und großen Mitgestaltern der Feier und meinte an das Kollegium gewandt. „Ich werde Grosselfinger bleiben. Wenn ihr mich braucht, bin ich da“. Es ist mit Sicherheit davon auszugehen, dass er gebraucht wird und dass er dann auch da ist.Für die Kinder gab es Eis vom Eiswagen und das Kollegium, die ehemaligen Wegbegleiter und die Männer vom Bauhof saßen dann noch eine Weile bei einem Imbiss und Getränken beieinander.